1Und so befahl der Herr den Königen, den Mächtigen und den Hohen sowie den Erdbewohnern: „Öffnet eure Augen und erhebet eure Hörner, wenn ihr den Auserwählten erkennen könnet!“
2Der Herr der Geister setzte ihn auf den Thron Seiner Herrlichkeit. Und der Geist der Gerechtigkeit ward über ihn ausgegossen; seines Mundes Rede tötete alle Sünder und alle Ungerechten wurden von ihm vernichtet.
3An jenem Tag erheben sich alle Könige, Mächtige, Hohe und die andern Erdbesitzer, und sie werden sehen und erkennen, wie er auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzt und gerecht wird von ihm gerichtet und kein Lügenwort vor ihm ausgesprochen.
4Da kommt Schmerz über sie, wie über ein Weib in Wehen, dem das Gebären schwer wird, wenn sein Kind in den Muttermund tritt, und das beim Gebären Schmerzen hat.
5Ein Teil von ihnen schaut dann den andern an; sie erschrecken, senken ihren Blick und Schmerz ergreift sie wenn sie den Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen sehen.
6Die Könige, die Mächtigen und alle andern Erdbesitzer rühmen, preisen und erheben dann den, der über alles herrscht und der verborgen war.
7Denn von Anbeginn war der Menschensohn verborgen, und der Höchste bewahrte ihn in Gegenwart seiner Macht auf und offenbarte ihn den Auserwählten.
8Die Gemeinde der Auserwählten und Heiligen wird dann gesät und alle Auserwählten stehen an jenem Tag vor ihm.
9Alle Könige, Mächtige, Hohe und die andern Erdbesitzer fallen vor ihm auf ihr Antlitz nieder und beten an; sie setzen ihre Hoffnung auf jenen Menschensohn, flehen ihn an und erbitten von ihm Barmherzigkeit.
10Trotzdem wird jener Herr der Geister sie drängen, dass sie sich schleunigst aus seinem Angesicht entfernen; ihr Antlitz wird von Scham erfüllt und Finsternis wird darauf gehäuft werden.
11Und Er übergibt sie den Strafengeln, um Rache dafür an ihnen zu nehmen, daß sie seine Kinder und seine Auserwählten mißhandelten.
12Sie geben den Gerechten und seinen Auserwählten ein Schauspiel; sie freuen sich dann über sie, weil der Zorn des Herrn der Geister auf ihnen ruht und sich sein Schwert an ihrem Blut berauscht.
13Die Gerechten und Auserwählten werden an jenem Tag gerettet und schauen dann nicht mehr der Sünder und Ungerechten Antlitz.
14Der Herr der Geister wohnt dann über ihnen, und sie essen mit dem Menschensohn, legen sich nieder und stehen für alle Ewigkeit auf.
15Die Gerechten und Auserwählten stehen aus der Erde auf und hören auf, den Blick zu senken.
16Sie werden mit den Gewändern der Herrlichkeit bekleidet, und dies sind die Kleider des Lebens vom Herrn der Geister. Eure Gewänder werden nicht veralten und eure Herrlichkeit nicht vergehen vor dem Herrn der Geister.